Archive for December, 2009

Der “Dänische Text” muss weg! – Klimagerechtigkeit statt C02-Rassismus

December 20th, 2009

Pressemitteilung
Climate Justice Action (deutschsprachiges Team)
Berlin/Kopenhagen, 8. Dezember 2009

* Klimagerechtigkeit statt globalem C02-Rassismus
* Climate Justice Action: Der „Dänische Text“ muss weg!

Das internationale Netzwerk Climate Justice Action kritisiert scharf den
heute bekannt gewordenen Entwurf eines Kopenhagen-Abkommens, den so
genannten „Dänischen Text“. Der Text wurde von einer kleinen Gruppe von
Diplomaten aus Dänemark, Großbritannien, den USA und einigen wenigen
anderen Ländern entworfen.

„Der Textentwurf zeigt, dass es zentralen Akteuren bei den Verhandlungen
nicht darum geht, das Klima zu schützen und damit soziale Katastrophen
zu vermeiden. Stattdessen soll ein neues Abkommen dazu dienen, die
ökonomische Position der Staaten des Nordens zu verteidigen“, erklärt
Philip Pauls von Climate Justice Action. „C02-Rassimus soll die Basis
des neuen Abkommens sein. In diesem Fall wäre kein Abkommen besser und
als Erfolg zu werten.“

Der Entwurf sieht vor, dass die Staaten des Nordens auch Mitte des
Jahrhunderts noch zweimal mehr C02 emittieren dürften, als die Länder
des Südens. Das heißt 1,44 Tonnen C02 pro Kopf in den Ländern des Südens
und 2,67 Tonnen im Norden, so der britische Guardian, der den geheimen Entwurf
veröffentlichte.

„Ein solches Abkommen soll die Ungleichheit zwischen Nord und Süd
zementieren und stellt die Verantwortlichkeiten für die Klimakrise auf
den Kopf, indem der Süden härtere Einschnitte vornehmen soll als der
Norden.“, ergänzt Alexis Passadakis von Climate Justice Action. „Statt
gerechtem Klimaschutz ist nun Schadensbegrenzung in Kopenhagen das
einzig Mögliche. Das heißt: der „Dänische Text“ muss weg. Nötig ist eine
neue Agenda der Klimagerechtigkeit, die auf eine Null-Emissionsökonomie
zielt und Reparationen des Norden an den Süden angesichts seiner
historischen C02-Schuld.“

Climate Justice Action ist ein neues globalisierungskritisches Netzwerk
von sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und
Aktionsgruppen aus Nord und Süd, das sich für Klimagerechtigkeit
einsetzt. Seine Aktivitäten richten sich sowohl gegen die Fortsetzung
der fossilistischen Wirtschaft, als auch gegen die marktbasierten
„falsche“ Lösungen in den UN-Verhandlungen, wie den Emissionshandel.

**Interview-Option:
Falls Sie an Positionen aus der bolivianischen Regierungsdelegation oder
Stimmen der boliv. Zivilgesellschaft zum „Dänischen Text“ oder generell
während der Klima-Verhandlungen interessiert sind, stehen Ihnen über
Nick Buxton, Transnational Institute (TNI), direkte Kontaktmöglichkeiten
zur Verfügung.

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Mehr Infos: www.climate-justice-action.org
Email: media-germany@climate-justice-action.org

Einladung zur Pressekonferenz – h e u t e ++ neuer Aktionskalender (Stand 8.12.)

December 20th, 2009

Presseeinladung
Climate Justice Action/Aktion für Klimagerechtigkeit (deutschsprachiges
Team)
Kopenhagen, 8.12.2009

* Einladung zur Pressekonferenz – h e u t e
* Aktionskalender (update)

Für die kurzentschlossenen unter Ihnen, die sich bereits in Kopenhagen
aufhalten bietet Climate Justice Action (CJA) Ihnen h e u t e in
Kopenhagen eine Pressekonferenz an.

Zeit: 13:00 Uhr, 8.12.09

Ort: Råhuset, „Onkel Dannys“-Platz, in der Nähe des
zivilgesellschaftlichen KlimaForums

Bei der Pressekonferenz wird Ihnen Climate Justice Action als eines der
zentralen Kampagnen der neuen internationalen Bewegung für
Klimagerechtigkeit vorgestellt werden. (Ein Porträt dieses neuen Akteurs
von der globalisierungskritischen Journalisten Naomi Klein finden Sie
übrigens in der FR vom 3.12.:

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/?em_cnt=2116832&em_cnt_page=1).

Sie erhalten dort Informationen über die Positionen von CJA und über den
Stand der Aktionsvorbereitungen für die zentralen Aktionen von CJA: a.)
die Teilnahme an der Großdemo am 12.12. und b.) der Aktion zivilen
Ungehorsams, den Versuch am 16.12. das Konferenzgelände für einen Tag zu
übernehmen. Darüber hinaus erhalten Sie Informationen über
Berichterstattungsmöglichkeiten im Kontext der Aktionen.
Beigefügt finden Sie einen Aktionskalender. Nur ein Teil der Aktionen
wird von CJA oder von Organisationen, die in CJA aktiv sind, direkt
organisiert. Dennoch möchten wir Sie als Service auf diese Aktionen
hinweisen:

Aktionsfahrplan:

*11.12.
Business Day-Aktion (genaue Infos folgen)

*12.12.
Climate Justice Action (CJA) auf der Großdemo/“System change, not
climate change!“- Block, Startpunkt: Christiansborg Slotsplads (Platz
vor dem Parlament), 13:00 Uhr.

*13.12.
Via Campesina-Aktion, Thema: Klimakrise und globale Fleichproduktion
(genaue Infos folgen)

*14.12.
„No Borders“-Aktionstag, Startpunkt: Radhuspladsen, 11:00 Uhr ; Ziel:
Verteidigungsministerium; Motto: Climate Justice = No Borders; Mehr
Infos: climatenoborders.wordpress.com

*15.12.
Aktionstag Globale Landwirtschaft „Resistance is ripe/Widerstand ist
fruchtbar“, Startpunkt: Islands Brygge – Havne Parken beim Harbour Pool
um 12:00 Uhr (Nähe Langebro-Brücke), Metro: Islands Brygge oder
Christianshavns Torv; Bus: 5A, 12, 33, 250S. Themen: Agrosprit,
Supermärkte, Massentierhaltung, Exportorientierung der agroindustrieller
Landwirtschaft

*16.12.
Aktion „Reclaim Power! Pushing for Climate Justice“, Ort: Bella Center.

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Climate Justice Action ist ein neues globalisierungskritisches Netzwerk
von sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und
Aktionsgruppen aus Nord und Süd,
das sich für Klimagerechtigkeit einsetzt. Seine Aktivitäten richten sich
sowohl gegen die Fortsetzung der fossilistischen Wirtschaft, als auch
gegen die
marktbasierten „falsche Lösungen“ in den UN-Verhandlungen, wie den
Emissionshandel.

Mehr Infos: www.climate-justice-action.org
Email: media-germany@climate-justice-action.org

COP = Flop – Klimavereinbarung ohne Klimaschutz – Proteste waren erster Schritt für eine neue Bewegung für,Klimagerechtigkeit

December 20th, 2009

Pressemitteilung
Climate Justice Action (deutschsprachiges Team)
Kopenhagen, 19. Dez. 2009

* Climate Justice Action: COP = Flop – Klimavereinbarung ohne Klimaschutz
* Proteste waren erster Schritt für eine neue Bewegung für
Klimagerechtigkeit

Das Netzwerk Climate Justice Action kritisiert die Abschlusserklärung
des Klimagipfels in Kopenhagen als eine Klimavereinbarung ohne
Klimaschutz. Zudem werde „falschen Lösungen“, wie dem Emissionshandel,
weiter der Boden bereitet. Stattdessen sei eine neue Politik für
Klimagerechtigkeit notwendig, die dabei ansetzt die fossilen Ressourcen
im Boden zu belassen und im Norden nicht mehr auf Wirtschaftswachstum zu
setzen.

„Trotz Erfolgs-PR ist mit diesem UN-Prozess und diesen Regierungen kein
effektiver und gerechter Klimaschutz möglich: Die COP war ein Flop. Mit
diesem Papier werden sich die Klimakrise und die globale soziale
Katastrophe weiter zuspitzen“, erklärte Alexis Passadakis von Climate
Justice Action. Das war von Anfang an klar. Bereits das Kyoto-Protokoll
hat zu keinen Emissionsminderungen geführt, sondern vor allem eine
profitable Co2-Finanzindustrie auf den Weg gebracht.“

Für Climate Justice Action ist in Kopenhagen ein erster Schritt einer
globalen Bewegung für Klimagerechtigkeit gemacht worden. Am Mittwoch
versuchten mehrere hundert Protestierende auf das Konferenzgelände zu
gelangen, um für Klimagerechtigkeit zu demonstrieren.

„Die vielfältigen Proteste gegen den UN-Prozess in Kopenhagen zeigen,
dass Viele dazu bereit sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen, ohne der
offiziellen Klimaretter-Rhetorik auf den Leim zu gehen“, analysiert
Philip Pauls von Climate Justice Action. „Die Protesttage in Kopenhagen
haben viele Organisationen und soziale Bewegungen zusammengeführt und
unsere neue Agenda für Klimagerechtigkeit klarer konturiert. Für viele
ist in diesen Tagen noch deutlicher geworden, dass gerechte Klimapolitik
nur gegen diese Regierungen und die Konzern-Lobbyisten gemacht werden
kann. Sie sind das Problem, nicht die Lösung.“

Nach Ansicht von Climate Justice Action ist bei der Lösung der
Klimakrise zentral an der Wurzel des Problems anzusetzen und nicht bei
den C02-Emissionen. Das bedeute die fossilen Ressourcen im Boden zu
belassen, eine kleinbäuerliche ökologische Landwirtschaft anstelle der
agro-industriellen exportorientierten Produktionsweise zu setzen, und
die Energieversorgung demokratische zu kontrollieren.

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Climate Justice Action ist ein neues globalisierungskritisches Netzwerk
von sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und
Aktionsgruppen aus Nord und Süd, das sich für Klimagerechtigkeit
einsetzt. Seine Aktivitätenrichten sich sowohl gegen die Fortsetzung der
fossilistischen Wirtschaft, als auch gegen die marktbasierten „falsche
Lösungen“ in den UN-Verhandlungen, wie den Emissionshandel.

2000 Menschen demonstrieren für die Freilassung der 19 KlimaaktivistInnen

December 20th, 2009

Pressemitteilung

CLIMATE JUSTICE ACTION (deutschsprachiges Team)
Kopenhagen, 18. Dezember 2009

* 2000 Menschen demonstrieren für die Freilassung der 19 KlimaaktivistInnen
* Die Forderung nach Klimagerechtigkeit darf nicht kriminalisiert werden

Am Nachmittag des ursprünglich letzten Tages der Klimaverhandlung protestierten mehr als 2000 Menschen in Kopenhagen für die Freilassung der neunzehn KlimaaktivistInnen, die sich derzeit in Haft befinden.

In den kommenden Tagen findet die Haftprüfung für einige Inhaftierte statt. In mehreren Redebeiträgen erklärten VertreterInnen von klimapolitischen Organisationen breite Solidarität mit den AktivistInnen. Auf der Demonstration hielt die Mutter von Stine Gry Johannsen, eine der Sprecherinnen des Netzwerks Climate Justice Action (CJA) eine ergreifende Rede über die Notwendigkeit des Protests gegen eine Politik des Wachstumswahns und marktbasierter Lösungen, die soziale Ungleichheiten weltweit verschärfen.

Die OrganisatorInnen der Demonstration zeigen sich sehr zufrieden über den friedlichen Verlauf, der ohne jegliche Polizeiübergriffe erfolgte.

Climate Justice Action – Medienteam
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www.climate-justice-action.org
media@climate-justice-action.org

Soli-Demonstration für die Kopenhagener Klimagefangenen in Berlin – Kampagne zur Freilassung von Tadzio Müller und den anderen 18 Klima-Gefangegen geht weiter

December 20th, 2009

Pressemitteilung
Climate Justice Action (deutschsprachiges Team)
Kopenhagen, 18.12.2009

* Soli-Demonstration für die Kopenhagener Klimagefangenen in Berlin
* Kampagne zur Freilassung von Tadzio Müller und den anderen 18
Klima-Gefangegen geht weiter

Organisiert von der Berliner Gruppe FelS – Für eine linke Strömung
findet unter dem Motto „Etwas ist faul im Staate Dänemark! Freiheit für
Tadzio Müller und alle festgenommenen Klima-AktivistInnen!“ eine
Solidaritätsdemonstration in Berlin statt. Es wird dazu aufgerufen
LEGO-Steine mitzubringen.

Zeit: 19.12., 11:30 Uhr

Ort: Wittenbergplatz, Ziel: Dänische Botschaft

Seit dem vergangenen Samstag hat die dänische Polizei über 1.700
Menschen festgenommen, Demonstrationen mit Schlagstock und Tränengas
aufgelöst und sogar auf dem Konferenzgelände auf Konferenz-Delegierte
eingeprügelt. PressesprecherInnen der Proteste wie Tadzio Müller, Stine
Gry Jonassen und Tanni Nyboe wurden von der Straße weg verhaftet und
sind immer noch in Haft.

Untenstehend dokumentieren wir eine PM des Journals Turbulence
(http://turbulence.org.uk), welches eine internationale Petition
koordiniert. Delegationen in Berlin, London und San Francisco haben
bereits dänische Botschaften aufgesucht.

Turbulence
Press Release
Copenhagen, December 18 2009

Campaign for the Release of Tadzio Mueller and Other Climate Prisoners
in Copenhagen Continues: 4,000 Signatories to Petition; Delegations to
Danish Embassies in Berlin, London and San Francisco

This morning, delegations visited the Danish embassies in Berlin and
London to demand the release of Tadzio Mueller and other climate
prisoners in Copenhagen. A similar delegation visited the Danish Embassy
in San Francisco yesterday. The Berlin and London delegations handed
over the almost 4,000 signatures so far collected on an online petition.
Tadzio Mueller is a spokesperson for Climate Justice Action. At least
two other spokespeople belonging to the same network have also been
arrested.

The Berlin delegation consisted of Mona Bricke (climate activist with
Gegenstrom
Berlin and UN Climate Conference delegate), Katja Kipping (Member of the
German
Bundestag and Deputy Leader of the Left Party, Germany), Corinna
Genschel (Committee for Basic Rights and Democracy), and Ben Trott
(editor, Turbulence: Ideas for Movement). The delegation met with a
representative of the Embassy, expressed their concerns, and hand
delivered the petition.

The climate activist Mona Bricke said, “Tadzio and I were both
accredited for the UN Climate Conference, through the organisation A
SEED. Tadzio was arrested after a press conference inside the Bella
Centre, and A SEED’s entire accreditation was revoked, similarly to that
of the complete delegation of Friends of the Earth. When on Wednesday
300 UNFCCC delegates attempted to leave the Conference Centre to join
the People’s Assembly outside, they were forcefully prevented from doing
so by both Danish police and UN guards. I was shocked by the degree of
violence that was used against these people, whom the UNFCCC had
accredited to take part in their conference.”

The London delegation were met by the London Metropolitan Police and a
security
guard. They were denied entry to the building and Embassy officials
refused to meet with them, despite prior notice having been given. The
petition was read out in full and left with the security guard. David
Harvie, also of Turbulence and who was part of the London delegation,
said, “The refusal of any member of diplomatic staff to meet us or even
allow us across their threshold was disrespectful. In a small way it
mirrors the attempts of the Danish government to suppress free
expression in Copenhagen and of the United Nations to silence those
demanding climate justice inside the COP process.”

Katja Kipping of the German Left Party said, “I demand the immediate
release of
Tadzio Mueller and all those still in custody. I am especially worried
about the use of preventive arrest. This allows the police to act
arbitrarily. 1,700 preventive arrests show that people’s right to public
assembly is being effectively contested, and, in Tadzio’s case, that the
organisation of legitimate protest is being criminalised.”

Ben Trott, who edits the magazine Turbulence: Ideas for Movement with
Tadzio Mueller said, “Tadzio has been arrested for advocating civil
disobedience. Yet it is obvious that civil disobedience has an important
role to play to in the kinds of far-reaching change needed to properly
and justly respond to the climate crisis. Al Gore and NASA’s James
Hansen have pretty much said the same thing. Either release Tadzio and
the others, or arrest Al Gore.”

Demonstration für Klimagerechtigkeit und zur Freilassung der Klima-Gefangenen, 18.12. in Kopenhagen

December 20th, 2009

Presseeinladung
CLIMATE JUSTICE ACTION (deutschsprachiges Team)
Kopenhagen, 17. Dezember 2009

* Demonstration für Klimagerechtigkeit und zur Freilassung der
Klima-Gefangenen, 18.12. in Kopenhagen

Am 18.12. veranstaltet Climate Justice Action eine Demonstration, um
darauf aufmerksam zu machen, dass mit diesen UN-Verhandlungen kein
gerechter und effektiver Klimaschutz zu erwarten ist. Zudem soll auf die
Freilassung von etwa 15 Klima-Gefangegen, darunter der Deutsche Dr.
Tadzio Müller, hingewirkt werden.

Zeit: 15:00 Uhr, 18. Dezember 2009

Ort: Israels-Platz in der Nähe der Norreport-Station nach Slodsplads
(Christiansborg)

Zudem ist die massive Polizeigewalt gegen Klimaschützer seit vergangenen
Freitag ein Thema. Zwischen 1800 und 2000 Klimaschützer wurden
verhaftet. Angemeldete Kundgebungen und Demonstrationen wurden gewaltsam
aufgelöst. Auch in Polizeihaft wurden wehrlose Gefangene Opfer von
Polizeigewalt.

**Climate Justice Action ist ein neues globalisierungskritisches
Netzwerk von sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und
Aktionsgruppen aus Nord und Süd, das sich für Klimagerechtigkeit
einsetzt. Seine Aktivitäten richten sich sowohl gegen die Fortsetzung
der fossilistischen Wirtschaft, als auch gegen die marktbasierten
„falsche“ Lösungen in den UN-Verhandlungen, wie den Emissionshandel.

Erneut Pfefferspray-Einsätze gegen Klimaschützer in deutschen Menschenkäfigen – Bundesregierung macht sich zur Komplizin von Menschenrechtsverletzungen gegen Klima-Gefangene

December 20th, 2009

Pressemitteilung
CLIMATE JUSTICE ACTION (deutschsprachiges Team)
Kopenhagen, 17. Dezember 2009

* Erneut Pfefferspray-Einsätze gegen Klimaschützer in deutschen
Menschenkäfigen
* Bundesregierung macht sich zur Komplizin von
Menschenrechtsverletzungen gegen Klima-Gefangene

Nach dem gestrigen Aktionstag für eine neue Agenda für
Klimagerechtigkeit des Netzwerks Climate Justice Action berichten
Klimaschützer erneut von Pfefferspray-Einsätzen der dänischen Polizei
gegen die in deutschen Menschenkäfigen gefangenen Aktivisten. Etwa 300
Klimaschützer wurden am Mittwoch von der Polizei in Gewahrsam genommen.
Die Menschenkäfige sind eine Leihgabe des deutschen Staates an dänische
Behörden und wurden bereits beim G8-Gipfel in Heiligendamm eingesetzt.

Die deutsche Radioreporterin des Bundesverbands freier Radios, Viviana
Uriona, wurde nach ihrer Ingewahrsamnahme während ihrer
Berichterstattung in einen Käfig mit neun anderen Frauen eingeliefert.
„Für meine Verhaftung habe ich von der Polizei keinen Grund erfahren und
sie war sehr brutal. Mehrmals wurde ich zu Boden gestoßen. Mit
Kabelbindern wurden meine Hände zusammengebunden, bis sie ins Fleisch
einschnitten und es blutete. Als ich mich beschwerte, kam eine
Polizistin, zog sie noch fester und meinte: ‘So ist das Leben!’ Bevor
wir in die Käfige kamen, wurden uns Schuhe, Brillen, Jacken und Pullover
abgenommen. Viele waren nur mit T-Shirts bekleidet. Mehrmals wurden die
großen Tore der riesigen Lagerhalle mit den Käfigen geöffnet, um Luft
hinein zulassen, weil die Dämpfe von Pfeffer-Spray durch die Halle
zogen, der gegen einige von uns eingesetzt wurde, die nach Stunden in
den Käfigen nach Wasser riefen. Es war dann so kalt, dass ich heute eine
Erkältung habe.“

Der selbst in Arrest genommene Aktivist Patrick Gillet berichtet der
britischen Zeitung Guardian, dass er am Mittwoch Käfige mit zwölf,
zwanzig und bis zu fünfundzwanzig Menschen gesehen habe. Die Käfige sind
etwa 2×4,5 m groß.

„Es ist unerträglich, wie die dänische Regierung ihre Polizei einsetzt,
um Menschen ihrer demokratischen Rechte zu berauben und Kritiker ihrer
Politik und des Klimagipfels mundtot zu machen. Innerhalb von sechs
Tagen wurden insgesamt zwischen 1800 und 2000 Klimaschützer festgesetzt.
Das ist völlig unverhältnismäßig, wenn man bedenkt, dass in nur 15
Fällen überhaupt geprüft wird, ob es zu einer Anzeige kommen könnte. Die
mit Pfefferspray geführten Angriffe der Polizei auf die in
Menschenkäfigen gefangenen und wehrlosen Klimaschützer sind eine schwere
Menschenrechtsverletzung. Die deutsche Bundesregierung macht sich zur
Komplizin der dänischen Polizei indem sie die Käfige bereitstellt die
Menschen dehumanisieren und zu Menschenrechtsverletzungen einladen“,
erklärte Alexis Passadakis.

Sylvia, 20, aus Münster berichtete, dass die Pfefferspray-Einsätze der
Polizisten gegen die in den Käfigen Eingesperrten derart heftig gewesen
seien, dass selbst viele Polizisten wegen der Dämpfe husten mussten. Sie
war ohne Angabe von Gründen als sie eine Demonstration von
Klimaschützern mit ihrer Kamera begleitete am 13. Dezember von der
Polizei festgenommen worden.

Anna Kollerup, die ebenfalls am 13.12. festgenommen wurde und in einem
Käfig eingesperrt war sagte: „Die Leute waren wirklich frustriert und
begannen in den Käfigen zu rufen. Die Polizei griff sie mit Pfefferspray
an, so dass sie Decken hochhielten um sich zu schützen. Aber die
Polizisten stiegen auf die Käfige und sprühten von oben, um sie zur Ruhe
zu bringen. Dannach kamen sie in die Käfige, um uns Wasserflaschen,
Decken, Bänke und Iso-Matten wegzunehmen.“

Björn, der am 12.12. in Gewahrsam genommen wurden berichtete: „Als
einige begannen zu rufen und an den Käfigen zu rütteln, hielten
Polizisten Pfeffer-Spray hoch, um damit zu drohen. Deshalb begannen
einige in den Käfigen Iso-Matten hochzuhalten. Ein Polizist ging auf den
meinem Käfig gegenüberliegenden zu und sprühte einem Mann den
Pfeffer-Spray direkt ins Gesicht.

**Climate Justice Action ist ein neues globalisierungskritisches
Netzwerk von sozialen Bewegungen, Nichtregierungsorganisationen und
Aktionsgruppen aus Nord und Süd, das sich für Klimagerechtigkeit
einsetzt. Seine Aktivitäten richten sich sowohl gegen die Fortsetzung
der fossilistischen Wirtschaft, als auch gegen die marktbasierten
„falsche“ Lösungen in den UN-Verhandlungen, wie den Emissionshandel.

Climate Justice Action spokesperson Tadzio Müller released

December 20th, 2009

Climate Justice Action
Press Release
Saturday 19th December 2009

Climate Justice Action spokesperson Tadzio Müller released

Today spokesperson from the Climate Justice Action Tadzio Müller was
released. He was arrested Tuesday on the 15th of December, when he
left Bella Center after a joint press conference between Climate
Justice Action and Climate Justice Now.

After the release Tadzio stated:

“In the last two weeks in Copenhagen,we witnessed one abject failure,
and one resounding success. The obvious failure is that of the COP15:
not only did the summit not deliver the drastic and just emissions
reductions that are necessary, it in fact failed to deliver anything
at all. The success is that of the global climate justice movement,
which organised spectacular, large and inspiring actions, where
activists from all over the world came together and created a new
common ground on which to continue the fight for global justice.
Finally, the failure of the COP highlights the importance of social
movement, pressure from below, and civil disobedience in the face of
the climate crisis”.

CJA’s spokespersons have openly explained the purpose of the action
and told about the non-violent basis and still spokespersons are now
facing charges of planning violence. This is absurd. Tadzios reply to
his arrest was:

“The Danish government’s appallingly disproportionate reaction, the
political policing used to jail some 1800 activists for nothing at
all, targeting of media spokespeople; using tear gas, pepper spray,
mass cages, baton charges and mass preemptive arrests; sets a
precedent dangerous not only for Denmark, but for the future of the
world.”

The release shows that the purpose of the arrests were meant to
silence the critics of the COP-15 process. The imprisonment of our
spokespersons are an attempt to criminalise a broad and global
opposition. CJA have always been open about our plans. We have had
dialogue meetings with the police, we have stressed that we would be
non-violent and we have stood up with face and full name, yet we are
treated like criminals.

CJA hope that this will lead to the release of Stine Gry Jonassen and
Tannie Nyboe when put before a judge next Wednesday. Police have
appealed Tadzio Müller’s release and he will be put in front of a
judge again on Monday.


Climate Justice Action – media team.
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www.climate-justice-action.org
media@climate-justice-action.org

Climate activists: “Hope fades on Copenhagen, but climate justice movement grows in strength”

December 20th, 2009

Climate Justice Action
Press Release
Friday 18th December 2009

Climate activists: “Hope fades on Copenhagen, but climate justice
movement grows in strength”

At the end of their final meeting in Copenhagen, climate justice
activists declared today that while the COP15 talks are in disarray,
demonstrators have successfully moved towards building a strong
international movement for climate justice.

The week has seen mass protests by thousands of activists from
southern and northern countries which culminated in the “Reclaim
Power” action on Wednesday the 16th. This included a Peoples’ Assembly
for climate justice.

Ed Thompson from Climate Justice Action commented: “Those people who
have been silenced and shut out of the COP process from the start have
had their voices heard in this forum outside the talks, setting a
radically different agenda from rich countries and the corporate
lobbyists inside.”

POLICE RESPONSE

Many accredited delegates were prevented from joining the Peoples’
Assembly by Danish police, who repelled the delegates with baton
blows.

Eriel Tchekwie Deranger from the Indigenous Environmental Network
said: “The UN didn’t want information from those on the inside being
conveyed to those on the outside, especially by strong voices from the
global South.”

Nineteen climate justice activists remain under arrest. Three
spokespeople for the group Climate Justice Action are charged with
article 1034A, conspiracy to cause breach of the peace. A
demonstration for the release of the climate justice prisoners is to
be held at 3pm today from Israel Plads to Parliament.

Natalie Swift from the group commented: “The police want to silence
our voices and criminalise our activities – but the movement for
climate justice just took a big step forward.”

END


Climate Justice Action – media team.
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www.climate-justice-action.org
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Video released of Copenhagen delegates agressively intimidated by police

December 20th, 2009

CLIMATE JUSTICE ACTION
PRESS RELEASE
17th December 2009

VIDEO RELEASED OF COPENHAGEN DELEGATES AGRESSIVELY INTIMIDATED BY POLICE

Video came to light today of COP15 delegates being aggresively intimidated by police. (1) http://bit.ly/6DOBHe

Many delegates who marched out of the UN talks during Wednesday’s protests were intimidated and threatened with arrest by Danish police, preventing them from joining a People’s Assembly outside the conference.

Danish police were filmed as they surrounded and attacked official delegates who were attempting to join activists and other accredited delgates to form a Peoples’ Assembly calling for climate justice.

Kevin Smith from Carbon Trade Watch, who was hit by the police on the bridge, said: “We were trying to reach the point where the Peoples’ Assembly was being held in order to have a discussion about the need for real alternatives to the false solutions being promoted inside the climate talks. It’s hugely shaming for both the UN and the Danish government that they are willing to use batons, pepper spray, police dogs and tear gas to try and stop these critical discussions from taking place.”

Camila Moreno, a representative from Brazil for the Global Justice Ecology Project: “It was a trap. They knew it, they never had any intention of allowing us to get to our friends on the other side of the bridge. It was a combination of the Danish police and the UN.”

Eriel Tchekwie Deranger from the Indigenous Environmental Network said: “They didn’t want information from those on the inside being conveyed to those on the outside, especially by strong voices from the global South.”

Dorothy Guerrero, Focus On The Global South representative from the Philippines, said: “The restriction on our movement hindered the Peoples’ Assembly, which was an alternative space from the official agenda. For many of us from the South we are used to seeing that in our own countries, but for a country that has a reputation like Denmark it is quite shocking. The fact that they are shutting people out is in many ways like shutting out the majority voice.”

ENDS

NOTES
(1) Footage available on youtube http://bit.ly/6DOBHe
Video by Jess Worth from the New Internationalist
For high quality footage, contact Climate Justice Action on +45 50669028

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